Wer war Max Bruch?

Max Bruch (1838 – 1920) wurde in Köln als Sohn des königlichen Polizeirats August Karl Friedrich Bruch und dessen Frau, der Sopranistin, Wilhelmine, geboren. Die Mutter erkannte seine außergewöhnliche Musikalität und erteilte ihm den ersten Unterricht.

Bereits als Junge erfuhr er in Bergisch Gladbach, aber auch später als berühmter Musiker, die Förderung durch die Fabrikantin Maria Zanders (Papierfabrik Zanders in Bergisch Gladbach). Beide verband eine lebenslange Freundschaft. Entscheidend für seine weitere musikalische Entwicklung wurde ein 4-jähriges Musikstipendium der Mozartstiftung, Frankfurt.

Max Bruch war ein international anerkannter Dirigent und Chorleiter. In Berlin unterrichtete er Meisterklassen in Komposition. Die öffentliche Wahrnehmung des Komponisten Bruch beschränkt sich bis heute weitgehend auf sein Violinkonzert op. 1 in g-Moll, das er in den Jahren 1866 – 68 in Koblenz komponierte – Romantik pur und kongenial zu den Violinkonzerten von Ludwig van Beethoven und Bruchs Zeitgenossen Johannes Brahms (Eine dem Stargeiger seiner Zeit zugeschriebene Aussage von Joseph Joachim, der die Violinkonzerte von Bruch, Brhams und Dvorak überarbeitete).

Während des Nationalsozialismus verschwand Bruch wegen seines auf dem jüdischen Gebet Kol Nidre basierenden Orchesterstücks für Cello und Orchester in d-Moll (Kol Nidrei op. 47) als vermeintlicher Jude von den Konzertprogrammen in Deutschland. 

Seine romantisch, konservative Grundhaltung brachte ihm bei der nachwachsenden Komponistengeneration den Ruf des Anachronisten ein und machte ihm die letzten Lebensjahre schwer.

Noch heute erinnern Orte in Bergisch Gladbach an die lebenslange Freundschaft zwischen Max Bruch und Maria Zanders. Auch die Städt. Max-Bruch-Musikschule trägt den Namen des Ehrenbürgers der Stadt.

Musikförderung
1. Frühkindliche Musikförderung in der Kita

Musik ist an kein Alter gebunden, aber je früher Kinder spielend musizieren, desto freudiger werden sie ein Instrument erlernen und eventuell ihre besondere Begabung für Musik erkennen.
Deshalb soll die Förderung durch unsere Stiftung bereits bei den Jüngsten – also in der Kita (Kindertagesstätte) beginnen.
Mit der Unterstützung unserer Stiftung und anderen Förderern ist in verschiedenen Kitas diese frühkindliche Musikerziehung sehr erfolgreich gestartet und wird mit viel -Engagement auch v on den Eltern und Erzieherinnen weiter fortgesetzt. Der anfängliche Erfolg motiviert zum weiteren Ausbau. Weitere Kitas sollen in diese Förderung aufgenommen werden.

2. Finanzielle Unterstützung Jugendlicher
Im Sinne einer Breitenförderung ist geplant, die musikalische Ausbildung Jugendlicher an ihrem Instrument zu fördern. Vor allem sollen musikbegeisterte und engagierte Kinder und Jugendliche gezielt finanziell und pädagogisch unterstützt werden, damit die Freude am Instrumentalunterricht nicht unter finanziellen Sachzwängen und/oder Motivationsproblemen (Pubertät, kein Rückhalt in der Familie, Probleme in der Schule) leidet oder der Musikunterricht gar beendet wird. 
Ab 2019 möchte unsere Stiftung musikbegeisterten Kindern von Alleinerziehenden fördern. Die finanziellen Möglichkeiten Musikunterricht und ein Musikinstrument zu finanzieren sind hier sehr oft begrenzt. Wir würden gerne Kinder jeden Alters so unterstützen, damit ein dauerhafter Musikunterricht an der Städtischen Max.-Bruch-Musikschule möglich ist. Kinder oder Eltern wenden sich bitte an den Förderverein der Musikschule.

Das besondere Anliegen derr Stiftung Kimder in sozialen Brennpunkten zu fördern, wird auch mit einer Mitgliedschaft als Förderndes Mitglied des Vereins Willkommen mit Musik, Würzburg umgestzt:
wimu.neunerplatz.de

3. Ensembleförderung

Das frühe Zusammenspiel von Kindern und Jugendlichen, mit gleichen oder verschiedenen Instrumenten unter pädagogischer Anleitung, stärkt die Motivation und erhöht die soziale Kompetenz.
Einen wichtigen Baustein stellt hier die Ensemble- und Projektförderung (angeleitete Gruppenarbeit) dar.
Hier sollen besonders aktive Gruppen gezielt gefördert werden.
Die ersten Ensembles wurden sich gefunden und haben 2018 mit ihrer Arbeit begonnen.

4. Begabtenförderung
Wenn möglich, soll auch die weitere Förderung von besonders begabten Kindern und Jugendlichen – im Ausnahmefall auch die Einzelförderung – unterstützt und mit der Ausschreibung von Preisen begleitet werden.

 

 

Villa Zanders in Bergisch Gladbach

Konkrete Fördermaßnahmen

Die „Städtische Max-Bruch-Musikschule“ in Bergisch Gladbach erhält ab 2018 Fördergelder entsprechend den o. g. Richtlinien.
Die Fördergelder werden in Abstimmung mit dem Förderverein der Städtischen Max Bruch Musikschule verwendet und an ihn ausgezahlt.
Zusätzlich zu den direkten Fördermaßnahmen unterstützt unsere Stiftung Maßnahmen des Fördervereins zur Öffentlichkeitsarbeit.

Adresse
Förderverein der Städtischen Max-Bruch-Musikschule e.V.
Langenmarckweg 14
51465 Bergisch Gladbach
Tel.: 02202-25037-0

1.Frühkindliche Musikerziehung

1. a)Das Förderprojekt Kita an der Städtischen Max Bruch Musikschule.

Musiklehrer der Musikschule besuchen Kitas (Kindertagesstätten) in Bergisch Gladbach, um mit Vorschulkindern zu musizieren.
Die Kinder erfahren so ihren ersten angeleiteten Musikunterricht, den sie später an der Musikschule fortsetzen und vertiefen können.
Erste Besuche von Musiklehrern in Kitas wurden von den Kindern und Fachbetreuern mit Begeisterung aufgenommen. Dies erfolgversprechende Programm soll als Erstes gefördert werden.
Die erste Fördermaßnahme hat 02-2018 begonnen und  wird laufend fortgesetzt.
Weil Kinder, Erzieherinnen und Eltern von dem Musikunterricht an ihrer Kita so begeistert sind, finden sie oft eigenständig eine weitere Finanzierung. Dadurch kann unsere Stiftung mit ihrer Förderung den Kreis der Kitas mit wöchentlichem Musikunterricht kontinuierlich erweitern. 
Aktuell gefördert werden die  folgenden Kindertagessttäten:
Waldkita Frankenforst
Kita ZAK Bensberg
Kita Krebsweg

Da sich die meisten Kinder im Grundschulalter für ein Instrument entscheiden, ist perspektivisch eine Ausweitung auf den Grundschulbereich angedacht. Im Kontext mit deem erfolgreichen Musikunterricht in Kitas ist eine Erweiterung auf den Schulunterricht angedacht.

1. b) Ergänzender Musikunterricht nachmittags an Schulen.
Es geplant, in der Ganztagsschule den, Kindern zusätzlichen Musikunterricht anzubieten.
Dabei sollen auch besonders musikbegabte Kinder weiter gefördert werden, falls erforderlich auch mit einer zusätzlichen individuellen finanziellen Förderung (s.u.).
Beginn der Förderung vonJugendlichen an ‚Offenen Gesamttagsschulen 2019.
Nach einer Suchphase wählen die Jugendlichen ihrInstrument. Der Ankauf wird von der Stiftung finanziert.

Geförderte Offene Gesamttagsschulen:

OGS Moitzfeld
OGS Kippekausen
OGS Hebborn

2. Finanzielle Förderung Einzelner

2.a) Förderung Jugendlicher beim Musikunterricht.
Jugendliche, die „ihr“ Instrument schon gefunden haben (siehe www.musikschule-gl.de Instrumentenkarussell), aber deren Eltern den Musikunterricht ganz oder teilweise nicht bezahlen können, erhalten auf Empfehlung des Musiklehrers und mit einem formlosen Antrag beim Förderverein der Musikschule eine Förderung, an der sich diese Stiftung beteiligen will.
Die erste Fördermaßnahme hat 03-2018  begonnen. 
Aktuell (Stand 2019) gefördert werden 3 Jugendliche mit den Insgtrumenten; Klavier, Cello und Geige

2.b)  Sonderförderung:
Ein zwischen Stiftung und Musikschule abgestimmtes Programm zur finanziellen Unterstützung musikbegabter Kinder aus Kleinfamilien Alleinerziehende).

Möchtest Du gerne ein Instrument erlernen? 

Manchen Kindern wird diese Frage nie gestellt. Dabei ist musikalische Begabung keine gesellschaftliche Errungenschaft, sondern ein Talent, mit dem ein Kind geboren wird. Jedem Menschen ist zu wünschen, dass seine Begabungen entdeckt und gefördert werden. Doch manchmal fehlt es einfach an Chancen. Zum Beispiel dann, wenn es für die Eltern einfach nicht möglich ist, den Musikunterricht zu bezahlen und die zusätzlichen Kosten für ein Musikinstrument zu tragen: dies gilt besonders für Alleinerziehende mit einem Kind, das den starken Wunsch hat ein Instrument zu spielen.

 
Mit der Sonderförderung unserer Stiftung wollen wir musikbegeisterten und musikbegabten Kindern und Jugendlichen die Chance geben, ihrer Freude an der Musik zu folgen. Finanzielle und zeitliche Probleme sollen Eltern nicht davon abhalten, ihre Kinder in der Musikschule anzumelden, damit sie ein Instrument erlernen und mit anderen Kindern musizieren können.
 

Was heißt das konkret?
Interessierte Kinder und Eltern sollten sich nicht scheuen, das Gespräch mit Lehrern der Musikschule zu suchen., um mehr über die möglichen Fördermaßnahmen zu erfahren.
Eine zusätzliche Möglichkeit Eignung und Förderung zu erfragen, ist der derzeit jährlich stattfindende Tag der offenen Tür (wieder im Februar 2019) an dem auch der Förderverein für Gespräche bereit ist.

Die Stiftung übernimmt unbürokratisch für ein halbes Jahr einen Teil oder auch die ganzen Unterrichtsgebühren (für Gruppen- oder Einzelunterricht) und die Leihgebühr für ein Instrument – ohne Eingangsprüfung. 
Danach entscheiden Lehrer, Schüler und Eltern gemeinsam, ob eine Fortsetzung der Förderung
als Teil- oder Vollförderung für ein weiteres Jahr möglich ist. Eine Prüfung ist auch hier nicht erforderlich, regelmäßiges Üben schon. 

Bei besonders begabten Kindern beginnt die Förderung in Ausnahmefällen bereits bei Kindern im Kindergarten, sonst bei Schulkindern jeden Alters.

Ansprechpartner ist der Förderverein der Städtischen Max-Bruch-Musikschule Bergisch Gladbach e.V., der in enger Abstimmung mit der Stiftung und der Musikschule diese Sonderförderung betreut.

Interessiert?

Dann bewirb Dich

3. Ensemble u. Projektförderung
Das frühe, angeleitete Zusammenspiel von Kindern und Jugendlichen fördert Motivation, Sozialkompetenz und Selbstvertrauen.
Besonders engagierte Schülerinnen und Schülern  mit gleichen oder unterschiedlichen Instrument soll durch die Möglichkeit, im Ensemble zu spielen, gefördert werden.
Dies Zusammenspiel fortgeschrittener Musikschüler wird begeistert angenommen. Die Jugendlichen können mit ihrem Ensemble in und außerhalb der Musikschule auftreten und bereiten sich so auch schon auf das Zusammenspiel im Orchester vor.
Dazu werden entsprechende Projekte von der Musikschule vorgeschlagen.
Mit den  ersten Ensembles wurde Mitte 2018 begonnen. 
Wir geben jetzt den Stsnd und Planungen für Mitte 2019 wider.

Projekt: Gemischtes Ensemble mit verschiedenen Instrumenten
Unter der Leitung von Herrn Andreas Hempel haben sich Schüler*innen der Musikschule zum gemeinsamen Musizieren zusammengefunden mit fünf Geigen, einer Querflöte und einer Klarinette – sie haben Anfang Oktober 2018 das „Gemischte Ensemble“ gestartet.

Projekt: Bläserensemble
Dieses Ensemble ist im Oktober 2018 unter der Leitung von Herrn Christoph Turwitt gestartet, musiziert momentan als Trio, kann bei Auftritten um einen vierten Spieler ergänzt werden.

Projekt Klaviertrio
Das Klaviertrio (Geige, Cello, Klavier) der Musikschule existiert seit Mai 2019 und wird von Lydia Matenaer geleitet.

Projekt Streichquartett
Das Streichquartett wird seine Probenarbeit im September 2019 neu starten. Die vier Schüler*innen freuen sich auf ihr neues Betätigungsfeld. Geprobt wird unter der Leitung von Andreas Gerhardus.

Projekt Gitarrenensemble
Nach den Sommerferien startet die Planungsarbeit/Ansprache von Schüler*innen zur Gründung eines Gitarrenensembles. In diesem Ensemble soll jüngeren Kindern, die meist alleine musizieren, die Möglichkeit gegeben werden, musikalisch wertvolle Erfahrungen im Zusammenspiel zu machen.

 


4. Begabtenförderung
(geplant).